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Nachführung

Die Nachführung für die Stundenachse am Bresser Uranus hat eine Handsteuerbox, an der ich kleine Veränderungen durchgeführt habe. Da ich dabei die Box zerlegt hatte, habe ich die Gelegenheit genutzt und ein paar Aufnahmen vom Zubehör und vom Inneren des Motors mit Getriebe und der Elektronik gemacht.

Fangen wir mal mit der Stromquelle, den Batterien, an. In einer Synthetik-Leder-Tasche im Retro-Design sind vier Monozellen für die 6 V Versorgungsspannung untergebracht. Am Kabel ist ein Niederspannungsstecker zur Verbindung mit der Handsteuerbox.

Hier die Steuerbox, die die Elektronik für den Schrittmotor enthält. Links ohne Strom, in der Mitte angeschaltet (LED grün) und rechts bei Tastendruck (LED rot).

Links oben ist der Anschalter, daneben der Wählschalter für Nord- oder Südhalbkugel.
Darunter die Tasten für schnelle Bewegung (8x Erdgeschwindigkeit), Stop für langsame Rückwärts- bewegung und 2x vorwärts für langsame Vorwärtsbewegung.

Zum Öffnen der Handsteuerbox löst man die vier kleinen Kreuzschrauben (Philips Nr.1) und entfernt die Tasten-Klipse (siehe Foto). Unter dem Deckel sieht es dann so aus:

Rein interessehalber kann man dann auch noch die Tasten-Platine abschrauben (zwei Schlitzschrauben außen) und entdeckt zwei ICs und einen semi-professionell isolierten Quarz für die präzise Frequenz der Stepper-Schritte.

Zwischen den Tasten befindet sich die Leuchtdiode, die mich nachts doch ganz schön geblendet hat, besonders im grünen “Betriebs”-Zustand. Deshalb habe ich sie mit schwarzem “Edding” einfach etwas getönt.
Unten das Ergebnis: nur noch schwaches Leuchten; etwas ungleichmäßig, aber sichtbar, ohne zu blenden.

Manchmal ist es mir passiert, daß ich aus Versehen den Schalter für die Richtungsumkehr (N <-> S) umgeschaltet habe. Darum habe ich den Schalthebel einfach gekürzt und eine Kerbe eingefräst, damit man ihn nicht mehr aus Versehen bedienen kann, aber mit einem Schraubenzieher o.ä. noch umschalten kann (falls ich mit dem Teil jemals auf die Südhalbkugel reisen sollte).

An der Box ist ein Kabel, das über eine 5-polige DIN-Buchse (180°) mit dem Motor verbunden wird.

Der Motor wird mit einem Stahlblech-Winkel an der Montierung befestigt und mit der beweglichen Aluminium-Muffe anstelle der biegsamen Welle an die Schnecke angeschraubt.

Der Blechwinkel kann mit zwei Schrauben gelöst werden. Der Getriebemotor darunter ist wiederum mit zwei Schrauben an den anderen Ecken am Gehäuse befestigt.

Mit weiteren drei Schrauben löst man das mehrstufige Zahnradgetriebe vom Schrittmotor. Wie auf den beiden rechten Bildern erkennbar, ist das Getriebe mit schwarzem Fett geschmiert, das ich gleich bei der Gelegenheit mal entfernt und erneuert habe. Und nun viel Spaß beim umgekehrten Zusammenbau!