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Fokus-Skala

Das Problem mit dem Scharfstellen bei der Fokalfotografie kennt wohl jeder, der damit anfängt. Zum Glück gibt es einige Methoden, dieses Problem zu lösen. Da gibt es Messerschneiden-Tests, die Scheinerblende, Sucherlupen, neue Mattscheiben für die Kamera, usw.

Im Diskussionsforum auf astronomie.de hatte ich dazu einen Beitrag von Raimund Hilz gelesen über eine Scheibe mit Skala, die man auf die Fokusachse montiert, um sehr genau und - vor allem - reproduzierbar fokussieren zu können (Beschreibung auf der Homepage von Harald Rottensteiner amateurastronomie.at). Dort wurde von einer Holz- oder Metallscheibe gesprochen. Mir kam dann die Idee einer Plastikscheibe in Form eines “verbrannten” CD-Rohlings. Der ist kreisrund, fertig ausgeschnitten, dünn und hat in der Mitte ein Loch. Das ist für diesen Zweck ideal.

So sieht der Okularauszug im Original aus (mit und ohne Fokus-Knopf) :

Der Knopf sitzt einfach auf einem Konus, kein Vierkant oder so was. Rechts: der Knopf von beiden Seiten. Darauf wird die CD einfach zentriert aufgeklebt.

Hier sieht man deutlich, daß für den Okularauszug des Bresser Uranus eine CD genau die richtige Größe für die Skala hat, sie berührt fast das Metallteil, das den Tubus abschließt.

Fehlt nur noch eine Einteilung für die Skala. Ich habe einfach eine Unterteilung in 360 Schritte zu je 1° für sinnvoll gehalten. Damit erreicht man eine Genauigkeit von ca. 0,066 mm Auszugweg pro Skalenteil. Würde man also ein Skalenteil vom Fokus entfernt liegen, hätte das Brennfleckchen einen Durchmesser von 0,0066 mm. Das bedeutet, daß eine Reproduzierbarkeit von +/- 1 Skalenteil vollkommen ausreichen würde, um reproduzierbar scharfe Fotos zu erhalten (bei optimalen äußeren Bedingungen).

Die Skala habe ich mit CorelDraw gezeichnet und mit einem Etikettendruckprogramm auf CD-Etiketten gedruckt (download im CDR-Format für links und rechts, WMF: links, rechts, GIF: links, rechts).

Und hier das Ergebnis:

Mit dieser Fokussierhilfe könnte man auch eine Fokussier-Serie aufnehmen (z.B. 1, 5, 10 Skalenteile intra- und extrafokal).